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Wenn Frauen Freiheit üben
Wenn es hierzulande eine Wahrnehmungslücke gibt für die Zeit des Zweiten Weltkriegs, dann betrifft sie die baltischen Staaten. Diese verloren in der Folge des Hitler-Stalin-Pakts von 1939 die Unabhängigkeit, die ihnen 1918 zugestanden worden war. 1940 marschierte die Rote Armee in Litauen, Estland und Lettland ein, was das Ende der Unabhängigkeit und den Beginn der sowjetischen Gleichschaltung bedeutete. Der deutsche Russland-Feldzug 1941 gab den Balten Gelegenheit, dagegen den Aufstand zu proben – und sich mit dem Feind des Feindes als diabolisch falschem Freund zu verbünden. Viele national gesinnte Balten wirkten aktiv am Holocaust mit. Am Ende triumphierten die Sowjets und mit ihnen jene, welche die russische Okkupation ihres Landes aus kommunistischer Überzeugung mit betrieben hatten. Was nach 1945 folgte, waren Deportationen von vermeintlichen oder tatsächlichen Kollaborateuren sowie von Antikommunisten. Noch lange regte sich der Widerstand in den Wäldern. Den gesamten Beitrag lesen
«Fegefeuer» – Sofi Oksanens atemberaubender Roman über die Abgründe des estnischen 20. Jahrhunderts
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