Montag, 13.05.2013
James Krüss Preis für internationale Kinder- und Jugendliteratur
Der James Krüss Preis für internationale Kinder- und Jugendliteratur 2013, der in diesem Jahr erstmals vergeben wird, geht an die niederländische Autorin Joke van Leeuwen.
„Jedes ihrer Bücher ist ein kleines Gesamtkunstwerk“, so die Begründung der Jury.
„Die Autorin und Illustratorin beherrscht grandios sprachliche und visuelle Mittel. Mit großer Leichtigkeit wechselt sie zwischen der Text- und Bildebene, indem sie mit der Bildhaftigkeit von Sprache und der Zeichenhaftigkeit von Bildern spielt. Wie bei James Krüss zeichnet sich ihr Werk durch ein hohes Sprach- und Formengefühl, durch eine metaliterarische Qualität der Texte, in denen sie den Möglichkeitsraum von Literatur fantasievoll durchwandert, und durch eine große Sympathie für ihre kindlichen Protagonisten aus. Charakteristisch für Joke van Leeuwens Bücher ist ein frischer, respektloser und unbekümmerter Ton, mit dem sie Kindheit als eigenen Kosmos beschreibt, ohne diesen zu idealisieren oder zu verklären. Ihre Bücher besitzen eine gesellschaftskritische Tiefe und sprechen von einer leidenschaftlichen Parteinahme der Autorin für die Rechte des Kindes. Auch darin zeigt sich die literarische Verwandtschaft Joke van Leeuwens mit dem Namensgeber des Preises James Krüss.“
Joke van Leeuwen, geboren 1952 in Den Haag hat sie über 60 Bilder-, Kinder-, Jugend- und Sachbücher geschrieben, von denen bislang 13 ins Deutsche übersetzt wurden. Ihre Hauptübersetzerinnen sind Hanni Ehlers und Mirjam Pressler.
Neugierig geworden? Dann lesen Sie ihr jüngstes Buch „Als mein Vater ein Busch wurde“ (Gerstenberg).





